Aschenbrenner

Historische Berufe

Köhler bei der Kontrolle seines Meilers
Köhler bei der Kontrolle seines Meilers
Auch Kohlbrenner Köhler.

Der Köhler nutzte als Waldarbeiter ein seit dem Altertum bekanntes Verfahren, um Holzkohle zu gewinnen: Die Kohlenbrennerei in einem Meiler.

Große Holzscheite wurden stehend oder liegend in halbkugelförmigen Haufen (Meiler) um 3 in der Mitte errichtete Pfähle (Quandel) aufgesetzt und mit einer Schicht aus Erde und Rasen abgedeckt. Unter dieser Decke wurde die Verbrennung durch sparsame Luftzufuhr so gesteuert, daß nur wenig Holz, aber das sich entwickelnde Gas verbrannte. An der Farbe des Rauches konnte der Köhler erkennen, wann die Verkohlung des Holzes abgeschlossen war. Nun konnte der Meiler abkühlen, und die Kohle wurde gezogen.

Das schwarze Produkt wurde an Schmiede und zur Metallschmelze an Hütten geliefert. Holzkohle wurde auch zur Schießpulverherstellung genutzt (Schwarzpulver), und bei der Anfertigung von Tinte und Tusche verwendet. Metall konnte mit Holzkohle poliert werden. Auch wurde fauliges Wasser mit frischer Holzkohle gefiltert.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer