Briefmaler

Historische Berufe

Goethe, seinem Schreiber diktierend (Gemälde J. J. Schmeller)
Auch Briefer Heiligenmaler Illuministen Kartenmaler Schreiber. Als Copisten, Kopisten oder Tagschreiber wurden die jederzeit kündbaren Schreibkräfte eines Kontores oder einer Kanzlei bezeichnet.

Ursprünglich gestalteten Mönche die kostbaren Pergamenthandschriften. Im 15. Jahrhundert wurde das teure Pergament durch Papier verdrängt, es entstand ein größerer Bedarf an Bildern und Texten, und es bildete sich der Stand der Briefmaler heraus.

Briefmaler verkauften ihre Heiligenbilder und Spielkarten auf Jahrmärkten, schrieben im Auftrag von Fürsten und Städten Urkunden, malten Wappen und Turnierbücher. Oft waren sie gleichzeitig als Formschneider tätig und druckten ihre Bilder selbst.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer