Corber

Historische Berufe

Corb um 1800
Auch Korbflechter Körber Korber Mandenmacher Zainer.

Bauern und ihre Familien betrieb das Korbflechten meist im Nebenerwerb. Von Dezember bis bis Februar wurden Hanf- und Bruchweidenzweige geschnitten, und im Mai mit einer »Weidenklemme« geschält. Dabei zog man die Weidenruten durch nebeneinanderstehende Rundeisen.

Vor der Verarbeitung wurden die Ruten gewässert, um die Biegsamkeit zu erhöhen.

Zu Beginn der Arbeit wurde auf einen eisernen Zapfen, der sich in der Mitte eines kräftigen runden Brettes befand, das Bodenkreuz gespießt. In diesen Boden wurden Weiden als Gerüst des Korbes gesteckt. Dann wurde der Rumpf geflochten, wobei Hand oder Eisen immer wieder das Geflecht zusammenklopften. Das Biegeeisen endete in einer Öse, und die vorstehenden Enden wurden mit dem Ausputzmesser entfernt. Zum Einsetzen von Griffen wurde das Flechtwerk mit hölzernen Pfriemen auseinandergetrieben.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer