Färber

Historische Berufe

Zunftzeichen
Auch Fläminger (flämische Tuchfärber) Graufärber (Loden- oder Grobgrünfärber) Rauschfärber (Schwarz- Schlecht- oder Schlichtfärber) Schönfärber (verwendet helle Farben) Waidfärber (Blaufärber).

Im 14. Jahrhundert lösten sich die Färber von den Tuchscherern und Webern, um eigene Zünfte zu bilden. Später entstanden aus den Färbern die spezialisierten Bleicher. Die Gesellen gingen auf Wanderschaft, um Erfahrungen und Rezepte zu sammeln.

Die wesentlichen Arbeitsgänge der Färberei sind: Waschen, Beizen, Spülen und Färben. Zuvor erfolgt ein langes Bleichen, Walken und Mangeln der Leinwand. Als Beizmittel wurden Alaun, Asche, Kalk, Urin und Zinn verwendet. Eisensalze, Farbhölzer, Indigo, Kupferwasser, Gallus, getrocknete und zu Pulver zermahlene Waidblätter und Färberkraut lieferten die Farben für Leinen, Wolle oder Seidenstoffe.

1859 wurde das »Anilin« erfunden, und Industriebetriebe begannen mit der Verdrängung des Färberhandwerkes.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer