Feilenhauer

Historische Berufe

Raspel (mitte), Halbrundfeile (unten), Rundfeile (oben)
Spezialisten für die Herstellung von Feilen und Raspeln gehörten meist der Zunft der Schmiede an. Feilenhauer werden erstmalig 1387 in Frankfurt am Main und 1422 in Nürnberg erwähnt.

Die Produkte unterlagen dem Zeichenzwang, das heißt, sie mußten mit dem Zeichen des Meisters gekennzeichnet sein. Die Lehrzeit dauerte mindestens 3 Jahre. Ebenso lang war die mit Wanderschaft verbundene Gesellenzeit. Anschließend konnte das Meisterstück in Form von 3 in Form und Größe unterschiedlichen Feilen abgelegt werden.

Seit 1840 entstanden Feilenfabriken, und die Feilenherstellung wurde mechanisiert. So wurden aus ehemals selbständigen Handwerkern nun Fabrikarbeiter.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer