Fischer

Historische Berufe

Hecht (oben) und Karpfen (unten)
Hecht (oben) und Karpfen (unten)
Brasse (oben) und Zander (unten)
Brasse (oben) und Zander (unten)
Die Fische wurden mit der Angel, durch Stechen, oder mit Netzen gefangen und in Fässern lebend verkauft.

Später wurden die Fische auch gesalzen. Jedoch war der Handel mit konservierten Seefischen nur den Kaufleuten vorbehalten. Häufig bildeten die Fischer mit anderen Handwerken, zum Beispiel Schiffern oder Metzgern, eine gemeinsame Zunft.

In den Zunftordnungen war eine 2 bis 3-jährige Lehrzeit vorgeschrieben. Die anschließende 2-jährige Gesellenzeit wurde für Meistersöhne oft verkürzt. Nur in seltenen Fällen wurde ein Meisterstück verlangt. Die Kontrolle des Fischhandels erfolgte durch die Fischmeister und vom Rat bestellte Marktaufseher. Auf dem Land wurde die Lohnfischerei als Nebenerwerb ausgeübt, und die Bauern mußten ihren Fang dem Grundbesitzer abliefern.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer