Gold- und Silberschmied

Historische Berufe

Zunftzeichen
Auch Edelschmiede Geschmeidler.

Die Herstellung kirchlicher Gerätschaften, von der Hostiendose bis hin zu ganzen Altären, war Aufgabe der Gold- und Silberschmiede. Aber auch profane Gegenstände wie Schmuck, Trinkgefäße oder Tafelgeschirr, wurden von ihnen angefertigt.

Den Edelschmieden oblag das Einfassen von Edelsteinen, das Emaillieren, Gravieren, Ziselieren und Feuervergolden.

Goldschmiedearbeiten waren ursprünglich in den Klöstern angesiedelt, bis in der Mitte des 12. Jahrhunderts der Übergang auf höfische Werkstätten und Handwerker in den Städten einsetzte.

Nach 2 Lehrjahren folgten 6 Gesellenjahre. Fertige Arbeiten wurden von den städtischen Schaubeamten (Wardein) und dem Zunftmeister geprüft. Bei ordnungsgemäßem Feingehalt erfolgte die Kennzeichnung mit den entsprechenden Punzen, ab dem 16. Jahrhundert auch mit der Meistermarke. Eine Stempelpflicht besteht im Deutschen Reich erst seit 1884.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer