Gürtler und Gelbgießer

Historische Berufe

Tasche um 1880
Gürtler sind seit der Bronzezeit bekannt. Zu ihren Produkten zählten Gürtelschnallen aus Metall, Gewandschließen, Schuhschnallen, Beschläge für Pferdegeschirre und Kutschen, Patronentaschen und Uniformmützen, Schmuck aus unedlen Metallen, Dosen, Eßbesteck, Fingerhüte, Bügeleisen, Weihrauchschiffchen und ewige Lampen für die Kirchen.

Als Rohmaterial diente goldglänzende Bronze, Kupfer und Messing, selten Edelmetalle, Stahl und Eisen. Gewöhnliche Erzeugnisse entstanden durch Gießen, Pressen, Löten, Nieten, Falzen und Bördeln. Luxusartikel wurden durch Polieren, Vergolden und Versilbern, Patinieren und Brünieren, Prägen, Gravieren und Ziselieren veredelt.

Oftmals wurden 1 bis 2 vergoldete Kutschgeschirre als Meisterstück verlangt. Vielerorts mußten Stempel, Schnallen und Riemen nach eigenen Entwürfen hergestellt werden.

Im 18. Jahrhundert setzte die industrielle Massenproduktion ein und verdrängte die handwerkliche Fertigung.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer