Hüter

Historische Berufe

Zunftzeichen
Auch Filter Filzer Hutaufstutzer Hutmacher Huter Hutschmucker Loderer Modist Putzmacher.

Filzermeister werden seit dem 14. Jahrhundert erwähnt. Huter sind aus dem Handwerk der Weber hervorgegangen. 2 bis 3 Jahre Lehrzeit und ebenso viele Jahre für die Wanderschaft waren dem Gesellen vorgeschrieben.

Als Rohstoffe dienten Wolle, Hasen-, Kaninchen-, Otter- und Biberhaar. Das im Scheidewasser enthaltene Quecksilber und Arsen führte zu typischen Berufserkrankungen wie Gliederzittern und Lähmungen.

Der Fachbogen wurde zum Schwingen gebracht, wodurch die Haare aufgewirbelt wurden. Durchgepeitscht bildeten die Haare eine flaumige Schicht, die durch Druck einen ersten Zusammenhalt bekam. Diese Masse wurde in eine dreieckige Form gebracht und weiter verdichtet, bis das eigentliche Filzen durch Feuchtigkeit, Wärme und Druck erfolgte. Durch Walken, Rollen und Bürsten wurde aus diesem Stumpen ein Hut geformt, der nun mehrfach gefärbt und getrocknet, nochmals gekocht und rein gestrichen, durch Leim gesteift und wasserdicht gemacht, wieder getrocknet, gebügelt und gebürstet wurde. Nun konnte das Futter eingenäht, die Krempe gesäumt und der Hut mit Bändern oder Federn gestaltet werden.

Putzmacher und Modisten fertigten für Damen feine Hüte aus Seide oder Tuch. Auch staffierten sie gewöhnliche Hüte mit Bändern und Federn aus.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer