Hufschmied

Historische Berufe

Zunftzeichen
Hufeisen
Auch Pferdeschmied.

Neben dem Hufbeschlag hat der Hufschmied auch Beile, Sensen, Sicheln, Äxte und grobes Eisenzeug hergestellt. Er zählt neben dem Waffenschmied zu den ältesten Vertretern dieses Handwerks. Die Lehrzeit betrug 2 bis 3 Jahre, es bestand kein Wanderzwang.

Hufeisen kamen vermutlich im 9. Jahrhundert auf. Sie wurden aus Stahl geschmiedet. Das Flacheisen wurde auf dem Amboß geformt. Für eine Tonne Schmiedeeisen wurden etwa 6 Tonnen Holzkohle benötigt, die der Schmied selbst herstellte, oder vom Köhler bezog.

Noch heute benutzt der Hufschmied die »Nietklinge«, um die Nägel an der äußeren Hufwand aufzunieten. Mit dem »Rinnmesser« wird weicheres Horn beschnitten. Nach der Entfernung der harten Hornteile mit »Hauklinge« und »Holzschlegel« wird das Hufeisen angepaßt. Die Hufnägel besitzen einen rechteckigen Kopf und werden mittels »Beschlaghammer« eingetrieben.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer