Jäger und Weidmann

Historische Berufe

Zunftzeichen
Ein Vergnügen bei Hofe, welches dem Adel vorbehalten blieb, war die Jagd mit dem Falken. Das in der Regel mit einem Lehen verbundene Jagdrecht wurde seit dem 16. Jahrhundert durch den Landesherren ausgeübt.

Gesellschaftsjagden wurden als besondere Festlichkeiten veranstaltet. Die Bauern mußten als Treiber Frondienste leisten, und neben der Betreuung der herrschaftlichen Jagdhunde waren verschiedene Abgaben zu entrichten: Dienstgelder, Hecken-, Wald- und Wildhafer.

Um den Diebstahl von Holz und Wilderei zu verhindern, stellten die Landesherren und ihre Lehensträger Jagdaufseher ein. Diese hatten Bau- und Brennholz zu liefern und mußten das Wildbret für die Tafel erlegen. Später entsprach diese Funktion dem Beruf des Försters.

Die hohe Jagd umfaßte das Elch-, Dam-, Reh-, Rot- und Schwarzwild, Steinbock und Gemse, den Bären, Luchs und Wolf sowie folgendes Geflügel: Auer- und Birkwild, Fasan, Kranich, Reiher, Schwan und Trappe.

Alle anderen Tiere wurdem dem Bereich der niederen Jagd zugeordnet.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer