Konditor

Historische Berufe

Marienbader Oblaten (1900)
Im 15. Jahrhundert setzte die Abgrenzung vom Bäcker ein. Einige Spezialisten widmeten sich der Herstellung von süßem Brot, daß mit kandierten Früchten, Honig oder Gewürzen angereichert wurde. Auch die Herstellung von Speiseeis oder Bonbons ist dem Konditor vorbehalten.

Es entstanden regionale Produkte, die heute noch wohl bekannt sind. Marienbader Oblaten oder Pulsnitzer Pefferkuchen. Das Wachs als Nebenprodukt des Honig bildete die Grundlage für ein weiteres Gewerbe, den Wachszelter. Diese Handwerker belieferten Kirchen und Haushalte mit kunstvollen Kerzen. Sie schnitzten ihre Model selbst, oder bezogen diese Gußformen vom Formschneider.

Lehrlinge wurden 3 Jahre ausgebildet und mußten anschließend auf Wanderschaft gehen. Nach dem Bestehen der Meisterprüfung darf ein eigener Betrieb geführt und Nachwuchs ausgebildet werden.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer