Kupferschmied

Historische Berufe

Zunftzeichen
Auch Gelbschmied Kesselschmied Kessler Messingschmied Rotschmied Werkstätter.

Lange bevor Eisen verarbeitet wurde, haben die Menschen Gegenstände aus Kupfer hergestellt. Durch die Zugabe von Zinn legierte Kupfer zu Bronze, durch die Beimengung von Zinkspat wurde das weiche Material gehärtet. Der Schmied bezog seine Rohprodukte als Bleche, Platten, Scheiben und Tafeln von größeren »Hammerkupferschmieden«.

Zu seiner Produktpalette gehörten viele kleine Haushaltsgeräte: Backformen, Becher, Becken, Flaschen, Gießkannen, Kannen, Knöpfe, Lampen, Leuchter, Pfannen, Töpfe, Trichter, Siebe, Waschbecken und Wasserbehälter. Da auch Turmspitzen und Wasserspeier sowie Dachrinnen und Verkleidungen aus Kupferblech angefertigt wurden, standen sie in Konkurrenz zu den Klempnern und Dackdeckern.

Auf einem Amboß wurde das Blech mit dem Holz- oder Eisenhammer kalt geschlagen, gedengelt und getrieben. Die Einzelteile wurde durch Nieten, Falzen oder Löten zusammengefügt und zur Verschönerung poliert. Einige Produkte wurden verzinnt, um die Bildung von Grünspan zu verhnidern.

Eine Lehrzeit von 2 bis 3 Jahren war vorgeschrieben, es war eine Wanderzeit von 3 bis 4 Jahren nachzuweisen. Nach weiteren 3 Jahren Arbeit in 1 oder 2 Werkstätten konnte die Meisterprüfung abgelegt werden, wobei meist 3 unterschiedliche Gefäße gefordert wurden.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer