Maler

Historische Berufe

Zunftzeichen
Auch Ätzmaler Anstreicher Ausweißer Behangmaler Bender Binder Faßmaler Flachmaler Handmaler (Kunstmaler) Hausschreiber Ipser Pliesterer Schilderer Stacker Staffiermaler Stubenmaler Tüncher Weißbinder Weißer Weißmaler Wismutmaler Wißler.

Maler haben einfache Tüncherarbeiten erledigt, oder künstlerisch anspruchsvolle Arbeiten in Kirchen, Palästen und öffentlichen Bauten ausgeführt, darunter Deckenmalereien, die Anfertigung von Altären, Wappen und Schildern oder Portraits. Es haben sich Spezialisten wie der Illuminist oder Glaser entwickelt.

Die Lehre dauerte in Köln 4 Jahre, oder bis zu 7 Jahren in Leipzig. Als Meisterstück wurde ein Tafelbild mit goldenem Hintergrund gefordert. Die Gesellen mußten das Zeichnen mit Kreide und das Malen mit Öl- und Leimfarben beherrschen.

Wismutmaler haben Gegenstände mit Kreide und Ton grundiert, mit einem Polierstahl geglättet und anschließend mit Lasurfarben bemalt. Behang- und Stubenmaler (auch Hausmaler genannt) durften nur mit Leimfarbe arbeiten, keine Ölfarbe benutzen und auch keine Portraits oder Tafelbilder malen. Anstreicher, Tüncher und Weißmaler waren ausschließlich für den einfachen Außenanstrich der Häuser zuständig.

Farbpigmente und das vom Goldschlager bezogene Blattgold waren teuer, und so war ein hohes Betriebskapital erforderlich. Der Verkauf streichfertiger Farben war Privileg der Maler. Seit dem 18. Jahrhundert wurden die teuren Pigmente aus natürlichen Stoffen mehr und mehr durch synthetische Produkte ersetzt, es entstanden viele Farben- und Lackfabriken.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer