Soldat

Historische Berufe

Soldaten (Anton Donath 1813) Bewirtung russischer, Preußenischer und
  österreichischer Soldaten im Rathaussaal zu Friedland in Böhmen
Auch Landsknecht Söldner.

Im 3. Jahrhundert wurde der »Solidus« eingeführt, eine Goldmünze, die dem viermonatlichen Lohn eines Krieges entsprach. Seit dem wird jede Person als Soldat bezeichnet, die für Sold im Militär ihren Dienst leistet. Das Söldnertum verschwand mit der Einführung der Wehrpflicht, wobei als einzige Ausnahme die französische Fremdenlegion erhalten blieb.

Landsknechte waren zu Fuß dienende Söldner. Der Feldoberst wurde vom Kaiser ernannt, hatte ein Regiment aufzustellen und wählte einen »Oberstleutnant« als Stellvertreter. Auch stellte der Oberst den »Quartiermeister«, den »Pfennigmeister« (Zahlmeister), den Profoß und den Schultheiß ein.

Das Werbepatent wurde durch Hauptleute auf öffentlichen Plätzen angeschlagen. Aufgenommen wurden nur diejenigen, deren Ausrüstung mitgebracht oder selbst bezahlt werden konnte.

Der Hauptmann ernannte Leutnant und Feldwebel. Fourier (Proviantmeister) und Rottmeister (Vorsteher einer Rotte mit Kriegserfahrung) wurden von der Mannschaft gewählt.

Ein Regiment hatte folgende Zusammensetzung: 1 Oberst, 1 Oberstleutnant, Hauptleute mit »Trabanten«, das heißt Buben, Kaplan und 1 Schreiber, 1 Fähnrich. Dazu Feld- und Gemeinweibel, Feldscher und Schultheiß. Je 1 Wacht-, Proviant- und Quartiermeister, einige Ambosaten (Gefreite) und Kuriere, einen Profoß für leichte Kriminalfälle mit Stockmeister, Steckenknecht und Freimann. Die Aufsicht über die Soldatenfrauen und Kinder oblag dem Hurenweibel. Jedes Fähnlein hatte 2 Spieler und 1 Trommelschläger und Pfeifer.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer