Winzer

Historische Berufe

Weinberg (Schön Priesen, 1900)
Auch Kalterer Kelterer Rebmann Weingärtner Weinzierl.

Im alten Ägypten wurde bereits 3500 vor Christus Weinbau betrieben. Durch die Griechen wurde der Weinanbau in die Regionen um das Mittelmeer gebracht, und kam durch die Römer bis an Rhein und Mosel. Mit der Verbreitung des Christentum's haben Benediktinermönche den Meßweinbedarf sichergestellt, und wir finden sogar in Litauen und Skandinavien Anbaugebiete.

Weinrebe
Wein wird durch alkoholische Gärung aus Traubensaft gewonnen. Zuerst werden die Trauben durch Treten mit den Füßen und später in Pressen zerquetscht, um anschließend die »Maische« zu entsaften. Dann wird der Most (Saft) mit Zusatzstoffen zur Gärung eingelagert. Durch Zusatz von Hefe setzt die Gärung spontan ein, und der in den Trauben enthaltene Zucker wird zu Alkohol umgesetzt.

Der Böttcher lieferte die Holzfässer für Lagerung und Transport des Weines. An den fürstlichen Höfen und in den Klöstern war der Weinverbrauch immens hoch. (1 Fuder = 990 Liter, 1 Stück = 1200 Liter)

Wurde der Weinanbau aufgegeben, entstanden abgeleitet vom Betätigungsfeld neue Berufsbezeichnungen: Zum Beispiel lassen Hopfenweiner und Gurkenweiner unschwer erkennen, mit welchen Früchten der ehemalige Winzer nun seinen Lebensunterhalt verdiente.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer