Magschaft — Historische FamilienForschung

Waldenser

 Waldenserwappen

Eine kurze Betrachtung

Die »Waldenser« gehen auf den Kaufmann Petrus Valdes zurück, der seit 1176 in Lyon als Laie das Evangelium predigte. Diese wohl älteste vorreformatorische Bewegung übersetzte Teile der Bibel in die Sprache des Volkes, und kritisierte den Reichtum der Kirche.

Valdes vertrat die Ansicht, daß jeder mit seinem Glauben und Gewissen selbst vor Gott verantwortlich ist. Seine Anhänger empfanden das Predigen durch Laien als Grundrecht, und vertraten die Ansicht, man muß Gott mehr gehorchen als der Kirche.

Das Römische Reich war dagegen bestrebt, jede Spur von Meinungsverschiedenheit betreffs seiner Lehren und Verordnungen auszulöschen. Alles Ketzerische - Personen und Schriften - sollte vernichtet werden. Ein einziger Ausdruck von Zweifel, eine einzige Frage hinsichtlich der Autorität des Papstes war Anlaß genug, das eigene Leben zu verwirken. Päpstliche Konzilien haben verordnet, Bücher und Schriften mit Berichten über die Grausamkeiten gegen Andersdenkende den Flammen zu übergeben.

Papst Innocenz III belegte die Waldenser 1184 mit dem Kirchenbann, der ab 1215 endgültig wurde. Nun begann die offizielle Verfolgung der Waldenser als Ketzer. Daher organisierten sie ihr Leben in meist abgelegenen Orten, ihre Ethik war von einer einfachen Lebensweise geprägt, sie haben Eid und Todesstrafe abgelehnt, sowie den Kriegsdienst verweigert. Um 1532 schlossen sich die Waldenser der Reformation an.

Das Wappen der Waldenser (Lux lucet in tenebris) ist stets sichtbar, und zeigt nach Johannes 1 Vers 5 einen Leuchter mit brennender Kerze: »Das Licht leuchtet in der Finsternis.«
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