Berlin

Heizkraftwerk Klingenberg 1975-1995

Heizkraftwerk Klingenberg
Heizkraftwerk
Klingenberg
(Verwaltung)
Rolf Steuer
Am 15. September 1925 erfolgte der erste Spatenstich, und bereits nach 15 Monaten konnte das Großkraftwerk am 14. Mai 1927 durch die AEG (Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft) eingeweiht werden. Im Juli 1927 wurde erstmals die volle Leistung von 270 MegaWatt erreicht.

In den 1970er Jahren begann die Rekonstruktion des Kraftwerkes. Auf Grund seiner im HKW Rothensee über viele Jahre gesammelten Erfahrungen wurde Rolf Steuer hier als leitender Ingenieur berufen.

Bis 1987 wurden alle Anlagen unter laufendem Betrieb vollständig erneuert. Die sogenannte Zweistoff-Fahrweise, also die wahlweise Befeuerung eines Dampferzeugers mit Heizöl oder Erdgas, wurde mit namhaften Großunternehmen aus Deutschland und der Schweiz realisiert. Gewußt wie - spart Energie!

Funktionsweise

Maschinenhaus
Heizkraftwerk Klingenberg
(Maschinenhaus)
In einem normalen Kraftwerk wird Dampf erzeugt, um eine Turbine (Gehäuse orange im Bild) anzutreiben. Diese ist mit einem Generator (dunkelblau in der Bildecke vorn links) verbunden, der mechanische Energie in Elektroenergie umwandelt. Durch den Einsatz von Mess- und Regelungstechnik wird eine Drehzahl von 3.000 Umdrehungen pro Minute gewährleistet, was einer Frequenz von 50 Hertz entspricht. Die Restwärme wird in einem Kühlturm dem Dampf entzogen, der bei diesem Prozess zu Wasser kondensiert. Dabei gehen etwa 60% der eingesetzten Energie verloren.

Die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung ist einfach zu realisieren: Der Dampf wird nach Verrichtung seiner Arbeit in der Turbine entnommen, und direkt zu Abnehmern in der Nachbarschaft des Kraftwerkes geführt. Oder es wird Heizwasser (Fernwärme) an Verbraucher in der Umgebung geliefert. Hierbei wird nahezu die gesamte Wärmeenergie genutzt. Es ist kein Kühlturm erforderlich, und die Kondensationsverluste gehen von etwa 60% auf nahe Null zurück.
© Familienforschung Oskar, Rolf & Olaf Steuer